Der letzte Teil der Serie „Synthesizer“ ist eine Übersicht über Kombinationen von digitalen Synthesizern mit analogen Elementen und Software Synthesizern.
Die erste Gattung mit der wir uns heute befassen ist die der Hybrid Synthesizer. Sie sind eine Mischung aus analogen und digitalen Elementen. Als nächstes geht es um die Software Synthesizer und deren Möglichkeiten. Zum Schluss werden wir uns mit Handy Synthesizern befassen. Diese mögen im Moment noch als Spielzeug betrachtet werden, sollen hier aber nicht unerwähnt bleiben.
[vorheriger Artikel: Synthesizer Teil 4 - Workstation und Physical Modeling]
Hybrid Synthesizer
Diese Form der Klangerzeuger ist genau genommen keine eigene Form. Hybrid Synthesizer sind Geräte, die eine Mischung aus digitaler und analoger Signalverarbeitung sind. In welcher Form dies stattfindet bleibt dem Hersteller überlassen. Es gibt hier keine Vorgaben.
So ist es vorstellbar, dass die Klangerzeugung an sich über DSPs gesteuert wird, also digital ist. Die Filter hingegen sind analog. Bei diesem Modelaufbau wird das Signal nach der Erzeugung in ein analoges Signal gewandelt, dass mit den analogen Filtern bearbeitet wird, wie beim Waldorf Q+.
Manche Geräte kombinieren Samples mit Syntheseformen, oder Syntheseformen untereinander. Diese Methode wird vom ESQ1 von Ensoniq verwendet, welcher in den 80iger Jahren entwickelt wurde.
Auch ist es vorstellbar, dass das Signal analog, zum Beispiel mit subtraktiver Synthese, erzeugt wird, und später digital mit Filtern bearbeitet wird. Der Alesis A6 Andromeda ist hier ein Beispiel, welches in jüngerer Zeit entstanden ist.
Hybrid Synths bieten eine hohe Flexibilität. Durch die nahezu grenzenlose Kombination von digitalen und analogen Modulen und den verschiedensten Klangerzeugern, erhält man eine Vielzahl an Möglichkeiten Klänge zu erzeugen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Software Synthesizer
Auch diese Art der Klangerzeuger ist keine für sich allein stehende Syntheseform. Ähnlich der Hybridsynthesizer ist es eher eine Anwendungsform.
Obwohl es die Idee und die Software Synths schon länger gab, sind sie erst Mitte der 90iger benutzbar geworden. Durch die immer besser werdenden Computer war es möglich, diese Art der Klangerzeuger in Echtzeit zu spielen. Vorher konnte man sie nur programmieren und die feste Sequenz abspielen lassen.
Die Software Synthesizer läuteten eine kleine Revolution ein. Mit ihnen ist es möglich, andere Klangerzeuger zu simulieren und diese nahezu grenzenlos zu manipulieren und zu kombinieren. Die einzige Grenze die hier gegeben ist, ist das Computersystem auf welchem der Software Synth läuft. So gibt es heute Simulationen für Hammond Orgeln, die ihrem Original sehr nahe kommen. Auch ganze Orchestersimulationen sind auf dem Markt. Aus diesem Grund lebten auch die alten modularen Synthesizer wieder auf. Ihre Module wurden in der Software nachgebildet. Man kann sie so bedienen wie die Originalen, nur eben auf dem Monitor.
Ein Problem hatten die Software Synths aber: Zu Anfang konnten die Parameter nur mit dem Mauszeiger verändert werden. Mittlerweile gibt es kleine Controllerbords, welche bei der Bedienung der Software behilflich sind. Damit kann auch ein Software Synth sehr intuitiv bedient werden.
Die Vorteile dieses Klangerzeugers liegen ganz klar auf der Hand: Da hier nur Software verkauft wird und keine Hardware, ist der Preis im Gegensatz zu den Originalen sehr günstig. Des Weiteren sind die Softwareinstrumente sehr flexibel und bringen eine Vielzahl an Presets mit.
Jedoch gibt es auch Nachteile: Oft sind die Software Synths nur mit einer Betriebsystem Version kompatibel, was den Musiker sehr einschränkt. Außerdem lässt die Bedienung manchmal sehr zu wünschen übrig, vor allem wenn man keine Controller verwendet.
Einer der bekanntesten Hersteller von Software Synthesizern dürften Native Instruments oder auch Steinberg sein.
Handy Synthesizer
Auch diese Gattung der digitalen Synthesizer ist keine eigene Modulationsart. Viel mehr ist es im Moment noch eine kleine Spielerei, aus der gerade mit Blick auf das iPad, das iPhone oder die Androidgeräte, ein Musikinstrument werden könnte.
Handy Synthesizer sind meist kleine Programme, ähnlich der Software Synths, mit denen man Klänge erzeugen kann. Sie bedienen sich ähnlicher Simulationen wie die Software Synths, gehören also genau genommen, zur selben Gattung.
Nichts desto trotz gibt es mittlerweile schon Bands, die sich dieser Instrumente bedienen:
Das war die Serie über Synthesizer. Wir hoffen, wir konnten euch ein paar interessante Informationen vermitteln.



